In der letzten Zeit habe ich oft Abschied genommen. Am Projekt „Grenzreise“, das wir dieses Jahr machten, haben auch tschechische Jugendliche teilgenommen. Wir haben uns gegenseitig besucht. Eine Woche waren wir dort, dann waren sie eine Woche bei uns. Wir waren alle total gespannt, was für Leute uns in Svitavy erwarteten. Es war ganz leicht, sich kennen zu lernen, da beide Gruppen an derselben Sache arbeiteten und so immer ein Punkt war, an dem wir uns näher kommen konnten. So sind am Ende der ersten Woche schon Freundschaften entstanden. Ja, doch dann kam der Abschied. Auch in der Woche, als die „Svitavianer“ in Stendal waren, merkten wir gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Unser Aktionskalender war so voll, dass wir uns nie langweilten. Alle, die ich kennen lernte, haben mich ein wenig geprägt, so dass sie für immer in mir sind. Beim Abschied habe ich nicht geweint wie viele andere. Als meine Freundin mich später fragte: „Kati, hattest du noch nie bei einem Abschied geweint?“, habe ich mir Sorgen gemacht, dass ich vielleicht gefühllos bin, aber das bin ich nicht. Man konnte Abschied nicht in einem Augenblick festhalten. Es war ein ganzer Zeitraum, den man später vor seinem Auge ablaufen liess.
Guten tag lieber Väterchen Frost! Ich heiße Egor und bin 11 Jahre alt.Ich glaube,dass es dich gibt!Ich hoffe,dass dieser Brief dich rechtzeitig erreicht.Ich war das ganze Jahr gehorsam und habe viel gelernt.Ich machte ordentlich meine Hausaufgaben und half meinen Eltern zu Hause.Ich würde mich sehr freuen,wenn alle meinen Wünsche in Erfüllung gehen.Ich verspreche,dass ich auch in Zukunft meinen Eltern und meinen Lehrern keine Sorgen mache und immer brav bleibe! Ich bitte dich mir ein Handy zu schenken. Deine Egor
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